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Zu Besuch bei Oma & Opa

Mit der Geburt eines Kindes werden auch Großeltern „frisch gebacken“ und voller Stolz wollen sie die Zeit mit den Enkelkindern genießen. Wenn der neue Erdenbürger zum ersten Mal für ein paar Stunden oder über Nacht alleine in der Obhut der Großeltern bleibt, ist dies ein aufregender Moment für alle.

Eine gute Vorbereitung des ersten „Allein-Ausflugs“ ist hilfreich für eine wunderbare und entspannte Zeit bei den Großeltern.

 

 

Eine gut gepackte Tasche entlastet die Großeltern und gibt mehr Zeit für unbeschwerte Kind-Oma-/Opa-Momente.

Daran sollten Sie denken:

  • Windeln in der passenden Größe (ggf + Plastiktüten zum Entsorgen); Feuchttücher; Waschlappen; (Einmal-)Wickelunterlage; bei gereizter Babyhaut Wundschutzsalbe.
  • Body und Ersatzkleidung: falls trotz Windel mal etwas daneben geht oder sich ihr Liebling bespuckt, sollten ein frischer Body, eine Hose, Strumpfhose und ein Shirt nicht fehlen Jäckchen oder Outdoor-Overall, Mütze und im Winter Handschuhe für den Spaziergang.
    Ist der Ausflug über Nacht geplant, auch einen Schlafanzug und einen Schlafsack.
  • Kinderwagen und Decke oder Babytrage. Ggf. sollten Sie den Autositz in das Auto der Großeltern „umplatzieren“. 
  • Das liebste Kuscheltier, ggf. ein Schnuller.
  • Etwas Spielzeug, Rasseln, Greifbücher o.ä., ggf. auch eine Krabbeldecke.
  • Desinfektionstücher, Pflaster, im Sommer Sonnenmilch und ggf. Antihistamingel zur Versorgung von Insektenstichen. 
  • Taschentücher, Spucktuch.
  • Steckdosensicherungen zum Herausnehmen.
  • Sterilisierte Fläschchen und Sauger in ausreichender Menge.

Die Ernährung eines Babys mit einer angeborenen Stoffwechselstörung kann für Oma und Opa eine Herausforderung darstellen. Oft erscheint die Diät den Großeltern kompliziert und sie haben Angst etwas falsch zu machen. Auch hier kann eine gute Vorbereitung einiges einfacher machen.

Besprechen Sie die Ernährung Ihres Babys mit den Großeltern: Wie häufig soll es Fläschchen geben? Bekommt das Baby bereits Beikost? Gibt es einen zeitlichen Rhythmus? Erklären Sie den Großeltern die spezielle Diät (nochmals) knapp und verständlich. So können Sie ihnen die Angst vor Diätfehlern nehmen. Hilfreiche Basisinformationen finden Sie auf unserer Website.

Bereiten sie die Zutaten für die Fläschchen zuhause vor: wiegen Sie die Spezialnahrung in Ruhe ab und füllen Sie die voraussichtlich benötigte Anzahl Portionen in Milchpulverportionierer. So müssen Oma und Opa nicht mit Waage und Messlöffel jonglieren. Trotz guter Vorbereitung sollten Sie den Großeltern erklären, worauf bei der schlussendlichen Zubereitung der Fläschchen zu achten ist:

  • Zur Zubereitung sollte abgekochtes Wasser verwendet werden (frisches Leitungswasser oder Mineralwasser, das den Hinweis „für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet“ trägt).
  • Zunächst abgekochtes Wasser –heften Sie einen Post it mit der ml-Angabe ans Fläschchen- in das sterilisierte Fläschchen geben.
  • Bevor nun das vorportionierte Pulver zugegeben wird, sollte das Wasser auf etwa 50 °C abgekühlt sein (Tipp: das Wasser sollte beim Einfüllen des Pulvers nicht mehr dampfen; das Anmischen mit zu heißem Wasser könnte wichtige Vitamine und Eiweiße zerstören).
  • Nach Zugabe des Pulvers, das Fläschchen fest verschließen und so lange schütteln, bis sich das Pulver vollkommen aufgelöst hat (Sauglöcher dabei zuhalten).
  • Bevor das Enkelchen gefüttert werden soll, muss die Trinktemperatur nochmals überprüft werden (ideale Trinktemperatur = 37 °C). Zur Kontrolle können einige Tropfen der zubereiteten Spezialnahrung auf die Innenseite des Handgelenks getropft werden. Wird die Temperatur dort als angenehm empfunden, ist die Spezialnahrung in der Regel auch für das Baby trinkbar. Falls die Spezialnahrung noch zu heiß ist, kann das Fläschchen unter fließendem, kaltem Wasser abkühlen werden.
  • Fläschchenreste nicht aufbewahren; Fläschchen immer frisch zubereiten.

Auch Beikostmahlzeiten/Knabbereien lassen sich prima zuhause vorbereiten und portioniert mitgeben.

Die Großeltern können sich so langsam mit der Diät des Enkels vertraut machen.

Für den Fall, dass mitgegebene Mengen nicht ausreichen sollten, könnten Sie den Großeltern 2-3 Lebensmittel aufschreiben, die ihr Baby zusätzlich knabbern darf. Die Großeltern werden sich freuen, wenn auch sie aktiv etwas besorgen dürfen.

Für weitere Besuche bei Oma und Opa bietet es sich an, dass Sie den Großeltern eine kleine individuelle Ampelliste vorbereiten:

Grün = diese Lebensmittel sind erlaubt
Gelb = diese Lebensmittel sind in bestimmten Mengen erlaubt
Rot = diese Lebensmittel müssen gemieden werden

Listen Sie hier auch solche Lebensmittel auf, die Ihr Sprößling ggf. aufgrund von Allergien oder Unverträglichkeiten etc. nicht verträgt. Unterstreichen Sie die Lieblings-Lebensmittel, dann können Großeltern den Enkeln eine besondere Freude machen.

Diese Liste wird Oma und Opa helfen, der Ernährung des Enkels immer gelassener entgegen zu sehen.

Sofern für die Indikation Ihres Säuglings ein Notfallausweis vorliegt, sollten Sie diesen (ggf. in Kopie) auch mit in die Reisetasche für Ihr Baby legen.

Und selbstverständlich darf ein Zettel mit Ihrer Handynummer nicht fehlen.

So sind die Großeltern bestens gewappnet und einer entspannten Baby-Oma-/Opa-Zeit steht nichts im Wege.