Für die Optimierung dieser Website setzen wir Cookies und Tracking-Technologien ein, deren Verwendung sie mit der weiteren Nutzung dieser Seite zustimmen sowie per Klick auf „Zustimmen“ erlauben können.

Eiweiß & Co. - Was Sie schon immer wissen wollten


Eiweiße spielen eine herausragende Rolle in unserem Leben, ob als leckere Lebensmittel auf dem Teller (Fleisch, Fisch z.B.), ob als Basis für unsere Bewegung und Sport (die Muskulatur) oder ob als Bau- und Botenstoffe. Eiweiße finden sich in allen Zellen von Menschen, Tieren und Pflanzen. Ohne Eiweiße wäre Leben nicht möglich.

Eiweiße übernehmen eine Vielzahl verschiedenster Aufgaben in unserem Körper, ob als Transportmittel für z.B. Eisen im Blut, ob bei der Immunabwehr z.B. bei Infekten oder ob bei der Vermittlung von „guter Laune“, wenn wir z.B. nach dem Verzehr dunkler Schokolade an die Freisetzung bestimmter Botenstoffe (Neurotransmitter) denken. Sie sind an jedem Prozess in unserem Körper beteiligt, reparieren Zellen (Wundheilung), tauschen „alte“ Strukturen gegen neue aus und sind „permanent im Einsatz“. Und dies sind nur ein paar wenige Beispiele für die Bedeutung der Eiweiße. Ein Erwachsener besteht – je nach Körpergewicht, Alter und Geschlecht – durchschnittlich aus etwa 7 – 13 kg Eiweiß. Das ist schon erheblich. Und der Eiweißgehalt im Körper von Leistungssportlern ist dann entsprechend höher. Generell lässt sich also sagen: Eiweiße sind zuständig für Wachstum und Entwicklung des Menschen und die Erhaltung von Gesundheit und Vitalität.  

Eiweiße sind fantastische, hochkomplexe Gebilde – kleine Wunderwerke. Und je nach Ihrer Funktion, also Aufgabe im Stoffwechsel, unterscheiden sie sich nicht nur in ihrer Zusammensetzung, sondern auch in Ihrer Struktur ganz deutlich. Es kommt also immer auf die Zusammensetzung und die räumliche Struktur an, damit das Eiweiß seine spezifische Aufgabe erfüllen kann. Würde man Eiweiße komplett „zerlegen“ (was im menschlichen Körper ständig passiert), hätte man am Ende die bekannten freien Aminosäuren als kleinste Eiweißbausteine. Es gibt 20 Aminosäuren, die im menschlichen Stoffwechsel bei der Bildung der verschiedensten Eiweiße eine Rolle spielen. Dabei werden die verschiedenen Aminosäuren zunächst wie Perlen einer Kette aneinandergereiht und miteinander verbunden. Die Reihenfolge und die Anzahl der beteiligten Aminosäuren unterscheiden sich dabei von Eiweiß zu Eiweiß. 11 dieser 20 Aminosäuren kann der Körper selber herstellen, wenn er genug „Rohstoffe“ bekommt. 9 der 20 Aminosäuren kann der Körper aber NICHT selbst produzieren. Diese müssen zugeführt werden und heißen deshalb auch „essenziell“ (= lebensnotwendig). Und genau hier kommt die Ernährung ins Spiel. Fast alle Lebensmittel enthalten Eiweiß, manche mehr (Fleisch, Fisch z.B. ), andere weniger (Obst, Gemüse z.B.) und die Lebensmittel unterscheiden sich nicht nur nach ihrem Eiweißgehalt – sondern ganz wesentlich auch durch ihre Eiweißqualität.

Die Eiweißqualität eines Lebensmittels wird durch die sogenannte „biologische Wertigkeit“ beschrieben. Sie gibt an, wie gut ein Nahrungseiweiß in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden kann. Dabei bestimmt die Menge an essenziellen Aminosäuren, sowie die Vielfalt an Aminosäuren, d.h. wie viele verschiedene Aminosäuren im Lebensmittel enthalten sind, die Qualität des Eiweiß. Tierische Lebensmittel wie Fleisch, Milch- und Milchprodukte haben eine höhere biologische Wertigkeit als pflanzliche Lebensmittel wie z.B. Getreide oder Hülsenfrüchte.

In der schematischen Darstellung zur biologischen Wertigkeit kann man leicht die Unterschiede erkennen: jede Aminosäure hat eine andere Farbe zugeordnet bekommen – bei Fleisch ist das Bild sehr bunt – genau wie bei uns Menschen: alle essenziellen Aminosäuren sind reichlich vorhanden - bei den Möhren fehlen manche Farben oder sind blasser.

Aufgrund des Stoffwechseldefektes darf Eiweiß nur in stark begrenzten Mengen aus natürlichen Lebensmitteln aufgenommen werden. Eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch, Ei, Fisch, Milch- und Milchprodukte mit einer sehr guten Eiweißqualität müssen aus dem Speiseplan verbannt werden. Um das „fehlende“ hochwertige Eiweiß aus diesen „ungeeigneten“ Lebensmitteln zu ersetzen, werden entsprechend zusammengesetzte Aminosäurenmischungen seit Jahrzehnten erfolgreich verwendet. Und auch hier ist Aminosäurenmischung nicht gleich Aminosäurenmischung. Das „Profil“ der einzelnen Produkte, also die Menge der verwendeten einzelnen Aminosäuren und deren Qualität kann sich zum Teil deutlich unterscheiden.

Für PKUler gibt es seit einiger Zeit Aminosäurenmischungen, die u.a. GMP enthalten.

GMP ist die Abkürzung für GlykoMakroPeptid.

GMP ist – wie der Name schon sagt – ein Peptid, also kein Eiweiß. Es hat keine räumliche Struktur und wird damit vom Körper auch nicht als Eiweiß erkannt. GMP entsteht als „Abbauprodukt“ am Ende der Käseherstellung und besteht aus einer relativ kurzen Kette von 64 aneinander gereihten Aminosäuren. Leider enthält GMP nicht alle essenziellen Aminosäuren in der Menge, die der Körper braucht. Damit ist die biologische Wertigkeit von GMP nicht sehr hoch und muss durch den Zusatz erheblicher Mengen einzelner essenzieller Aminosäuren aufgewertet werden, um eine vergleichbare Qualität wie in einer klassischen Aminosäurenmischung zu erhalten. Das ist bei allen GMP-basierten Produkten der Fall. Und GMP – wie es aus der Käseproduktion kommt – enthält noch recht viel Phenylalanin, weshalb es weiteren technologischen Aufreinigungsprozessen unterliegt, um den Phe-Gehalt zu reduzieren. Dennoch ist GMP am Ende nicht phe-frei. Der Phe-Gehalt von GMP-basierten PKU-Produkten sollte in der Diät je nach Menge der verwendeten Produkte berücksichtigt werden.

Die beste ernährungsphysiologische Zusammensetzung erreicht man mit wissenschaftlich fundierten, sorgfältig konzipierten, altersangepassten Aminosäurenmischungen mit einem Profil mit optimaler biologischer Wertigkeit, wie z.B. Nutricia Milupa von der Säuglingsflaschennahrung bis zum Erwachsenenalter – für jeden das richtige Produkt zur richtigen Zeit und natürlich phe-frei. Keine Kompromisse. Als Zutat in Aminosäurenmischungen kann GMP zusammen mit anderen Nährstoffen wie Fett und Kohlenhydraten eine geschmacklich interessante, milde Alternative bieten, die allerdings nicht phe-frei ist und nicht maßgeschneidert für ein bestimmtes Lebensalter. Was Sie von uns erwarten können: eine leckere Ergänzung zu unserem breiten Portfolio – in bester Nutricia-Qualität.