Du hast Fragen?
00800 - 747 737 99
Du hast Fragen?
Schreib uns eine Mail
Immer aktuell bleiben:
Newsletter abonnieren
Du findest uns auf Instagramm
Nutricia Metabolics D-A-CH
Du findest uns auf Facebook
Nutricia Metabolics D-A-CH
Du hast Fragen, aber gerade keine Zeit?
Beratungsgespräch buchen

Akzeptanz der seltenen Stoffwechselerkrankung

Der Weg zur Akzeptanz meiner PKU: Eine Reise der Selbstfindung

Hallo, ich bin Saskia und lebe seit fast drei Jahrzenten mit einer PKU.
Die Frage, die mich oft beschäftigt: Wie sagt man es am besten – „leben mit einer PKU“, „ich habe eine PKU“ oder doch eher vielleicht sogar „ich bin erkrankt an einer PKU“?

Viele fragen mich, wie ich mit meiner Stoffwechselerkrankung zurechtkomme. Meine Antwort hat sich im Laufe der Zeit geändert. Als Kind war ich noch stolz darauf, etwas Besonderes zu sein und stellte mich immer mit „Hallo ich bin Saskia und habe PKU!“ vor. Doch im Gymnasium und während meines Studiums habe ich meine Offenheit verloren. Stattdessen sagte ich nur, dass ich eine vegan/vegetarische Ernährung verfolge, um nicht aufzufallen. Lieber aß ich eiweißreiche Lebensmittel, als anderen Menschen einen extra Aufwand zu bereiten oder im Mittelpunkt zu stehen.

Wie ich es geschafft habe, von einer solchen Verheimlichung zu einem Punkt zu gelangen, an dem ich behaupten kann, keine Probleme mit meiner PKU zu haben? Der Schlüssel hier ist die Akzeptanz.

Akzeptanz beschreibt nicht nur das passive Tolerieren von Umständen, sondern vielmehr geht es hierbei um das bewusste Annehmen der Realität. Für mich persönlich bedeutet das, zu akzeptieren, dass meine PKU ein Teil von mir ist, den ich nicht verbergen muss. Mit der Zeit habe ich gelernt offen darüber zu reden, was ich essen darf und was nicht, ohne mich schlecht zu fühlen. Natürlich gibt es immer noch Momente, in denen es mir schwerfällt, für mich und meine PKU einzustehen, z.B. wenn ich im Restaurant einen Salat mit Joghurt Dressing zurückgeben muss. Doch Akzeptanz ist ein fortlaufender Prozess, der mich mein Leben lang begleiten wird.

Vielleicht fragst du dich, wie ich diesen Weg zur Akzeptanz gefunden habe. Ich habe für mich gelernt, dass es in Ordnung ist, anders zu sein und dass es wichtig ist, zu sich selbst zu stehen, auch wenn das bedeutet, gegen den Strom zu schwimmen.

Am Ende ist es vielleicht weniger wichtig, wie wir es ausdrücken – „leben mit PKU“, „ich habe eine PKU“ oder „ich bin erkrankt an einer PKU“. Vielleicht ist es wichtiger zu erkennen, dass die wahre Stärke darin liegt, sich selbst anzunehmen und zu akzeptieren, was uns einzigartig macht.